(Presseerklärung vom 22. Februar 2026)
Von der Antike bis zum Freigeld:
Neues Numismatisches Jahrbuch beleuchtet mehrere Kapitel aus Kölns numismatischer Geschichte und viele weitere Themen
Köln, 22.02.2026 (am) – Geld ist mehr als nur Zahlungsmittel; es ist ein Spiegel der Geschichte, der Politik und der Kunst. Die Numismatische Gesellschaft Kölner Münzfreunde freut sich, das Erscheinen ihres sechsten Numismatischen Jahrbuchs bekannt zu geben. Der diesjährige Band spannt einen weiten Bogen von der griechischen Antike bis zu geldtheoretischen Fragen der Neuzeit und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die bewegte Münzgeschichte des Rheinlandes.
Schwerpunkt: Köln und das Rheinland

(vergrößern) Aureus des Postumus (260–269)
Einen zentralen Platz im neuen Jahrbuch nimmt die Rolle der Colonia Agrippina ein. Die Beiträge beleuchten Köln nicht nur als antike Kaiserresidenz und bedeutende Münzstätte, sondern ziehen auch Parallelen zu heutigen wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Artikel „Von Postumus bis Magnentius“ untersucht Phasen politischer Instabilität, Inflation und Währungsreformen – Themen, die auch Jahrhunderte später nichts an Aktualität eingebüßt haben.

Kölner Mark: Gewichte des Johann Kirch
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(vergrößern)Königsdorf: Goldgulden Dietrichs II. von Moers
Auch für Regionalhistoriker bietet der Band neue Erkenntnisse: Von den Ausführungen zum „Kölner Gewicht“ bis hin zur Erforschung der kurzlebigen Münzstätte des Kölner Kurfürsten Dietrichs II. von Moers in Königsdorf (heute Frechen) werden faszinierende Details der rheinischen Geschichte aufgearbeitet.
Antike Schätze und moderne Theorien
Über den regionalen Tellerrand hinaus widmet sich das Jahrbuch klassischen Themen der Numismatik. Leser erfahren Hintergründe zur „kleinen Drachme mit großer Geschichte“ aus Knidos, erhalten neue Antworten zu den berühmten Athener Tetradrachmen und tauchen ein in die Repräsentationskunst stadtrömischer Medaillons unter Kaiser Hadrian.
Der Band scheut auch nicht den Blick auf die Moderne und theoretische Diskurse, etwa mit einer Betrachtung zu Kaiser Karl VII. oder dem provokanten Beitrag „Freigeld – (k)ein Ende der Numismatik?“.
Vereinsleben und Gemeinschaft
Abgerundet wird die Publikation durch Einblicke in das aktive Vereinsleben, darunter ein Reisebericht über den Besuch der Kölner und Bonner Münzfreunde in Wien, sowie Rezensionen zu aktueller Fachliteratur.
Verfügbarkeit
Das Jahrbuch kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro (+Versandkosten) bestellt werden bei: info@muenzfreunde.koeln; Mitglieder des Vereins erhalten es kostenlos. Der günstige Ausgabepreis wurde unter anderem durch zahlreiche Inserenten ermöglicht.
Inhaltsverzeichnis
Patrick Breternitz, Armin Müller, Heinz Reutersberg: Vorwort
Mouna Rappold: Knidos: Kleine Drachme mit großer Geschichte
Wernre Schäfke: Athens Tetradrachmen: Vier Antworten auf vier nicht gestellte Fragen
Armin Müller: Buchrezension Rahel Otte: Monetarisierung und Geldumlauf in ländlichen Siedlungen des niederrheinischen Lössgebietes
Rainer Pudill: Stadtrömische Medaillons und medaillonartige Prägungen Kaiser Hadrians aus Asia Minor
Andreas Henseler: Die Colonia Agrippina als römische Kaiserresidenz und antike Münzstätte. Skizze einer Episode Kölner Geschichte
Rainer Pudill: Von Postumus bis Magnentius: Politische Instabilität, Wirtschaftskrisen, Inflation und Währungsreformen
Lutz Fahron: Ein brandenburgischer Agrippiner?
Henner Meding: Zum Kölner Gewicht
Armin Müller: Kurkölner Münzen aus Königsdorf: Die kurzlebige Münzstätte Erzbischof Dietrichs II. von Moers
Alexander Rothkopf: Kaiser Karl VII. (1742–1745), Karl Albert von Bayern (1726–1745)
Patrick Breternitz: Freigeld – (k)ein Ende der Numismatik?
Aus dem Verein
Bernhard Offermann: Jahresrückblick des 1. Vorsitzenden
Armin Müller: Münzfreunde erobern Wien: Ein numismatisches Highlight jagt das nächste
